
Im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts wurde die Klasse 9a von einem Mitarbeiter des Seehauses Leonberg und einem jungen Strafgefangenen besucht. Das Seehaus in Leonberg ist eine gemeinnützige Einrichtung, in der junge Straffällige leben. Es hat zum Ziel, Jugendliche durch präventive Aspekte zu resozialisieren und möchte ihnen Verantwortung und Pflichtbewusstsein für ihr künftiges Handeln mit auf den Weg geben.
Im Mittelpunkt des Besuchs standen Fragen rund um Jugendkriminalität und deren Folgen. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Handlungen bereits als Straftaten gelten und wie viele Jugendliche in Deutschland mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
Besonders eindrucksvoll waren die Berichte über die Auswirkungen von Straftaten – sowohl für die Täter als auch für die Opfer. Mithilfe eines vorbereiteten Experteninterviews beantworteten die Gäste zahlreiche Fragen der Klasse. Der junge Strafgefangene berichtete offen von seinen Erfahrungen und seinem Weg zurück in ein geregeltes Leben; Basis dafür ist das Absolvieren einer handwerklichen Ausbildung.
Der Besuch bot spannende, aber gleichzeitig auch nachdenklich stimmende Einblicke in die Folgen von Straftaten. Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit, mit einem Menschen ins Gespräch zu kommen, der die Konsequenzen eigener Fehlentscheidungen selbst erlebt und daraus gelernt hat.
Miriam Nonnenmacher (GK-Lehrerin)