Vaping gefährdet die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler

Jan. 22, 2026 | News aus der IKR

Elterninfo:
Wichtige Information und Bitte um Unterstützung:
Vaping gefährdet die Gesundheit unserer Schülerinnen und Schüler

 

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

ich wende mich heute mit einer dringenden Bitte an Sie. An der Immanuel-Kant-Realschule beobachte ich zunehmend „Vaping“, also das Konsumieren von E-Zigaretten. Das betrifft nicht nur ältere Schülerinnen und Schüler, auch jüngere Kinder kommen damit in Kontakt. Das macht mir große Sorgen, weil es dabei nicht um eine harmlose Modeerscheinung geht, sondern um die Gesundheit Ihrer Kinder.

Viele Kinder und Jugendliche unterschätzen, was beim Vaping passiert. In vielen Liquids ist Nikotin enthalten, dieses macht schnell abhängig. Gerade im Jugendalter kann sich eine Abhängigkeit besonders rasch entwickeln. Nikotin beeinflusst außerdem den Körper direkt, zum Beispiel durch erhöhten Blutdruck, die Ausschüttung von Stresshormonen und weitere Belastungen für Herz und Kreislauf.

Auch ohne Nikotin sind Vapes gefährlich. Beim Dampfen entsteht ein Aerosol, das gesundheitsschädliche Stoffe enthalten kann, die unter anderem die Atemwege reizen oder schädigen. Häufige Folgen sind Husten, ein Kratzen im Hals, Kurzatmigkeit oder ein Druckgefühl in der Brust.

Zusätzlich gilt: Über die langfristigen Folgen des regelmäßigen Inhalierens ist noch nicht alles abschließend geklärt, unter anderem weil Zusammensetzung, Zusatzstoffe und Hitzeeinwirkung variieren können.

Ein weiterer Punkt ist die Wirkung von Aromen. Süße und fruchtige Geschmacksrichtungen senken die Hemmschwelle, machen den Einstieg leichter und führen oft dazu, dass häufiger und tiefer gezogen wird. Für viele Aromastoffe fehlt eine ausreichende Datenlage zur Wirkung nach Inhalation über die Lunge; es besteht Forschungsbedarf.

Meine Schule ist und bleibt eine klare Nichtraucherzone. Das gilt selbstverständlich auch für Vaping. Bei Verstößen nutze ich die vorgesehenen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen. Ich gehe gegen diese Verstöße sehr nachdrücklich vor, je nach Vorgeschichte kann dies bis zum zeitweiligen Ausschluss vom Unterricht reichen.

Gleichzeitig ist mir Prävention wichtiger als Strafe. Ich brauche Ihre Unterstützung. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kind offen und klar über die gesundheitlichen Risiken und darüber, wie schnell aus Probieren Gewohnheit und Abhängigkeit werden kann. Bitte benennen Sie die Schule auch zu Hause ausdrücklich als rauchfreie und vapingfreie Zone. Meine Schule soll ein Schutzraum für Kinder und Jugendliche sein.

Gerade die älteren Schülerinnen und Schüler haben oft eine Vorbildfunktion, auch wenn sie es nicht beabsichtigen. Was für Ältere wie eine Kleinigkeit wirkt, kann für Jüngere der Einstieg sein.

Woran Sie Vaping zu Hause erkennen können:

  • süßlicher Geruch an Kleidung, Jacken oder im Zimmer
  • häufiges Husten oder Räuspern ohne Erkältung
  • auffällige Heimlichkeiten, vermehrte Toilettenbesuche, kleine bunte Geräte oder Pods
  • Unruhe, Gereiztheit, Schlafprobleme, Konzentrationsabfall
  • mehr Taschengeldbedarf ohne klare Erklärung

So kann ein Gespräch gut gelingen:

  • ruhig starten und die Gesundheit in den Mittelpunkt stellen
  • konkret fragen, was in der Clique passiert und ob Angebote oder Druck entstanden sind
  • klare Grenzen setzen und gemeinsam einen Plan machen, wie Ihr Kind Nein sagen kann
  • Alternativen besprechen: Was hilft bei Stress, Langeweile oder Gruppendruck statt Vapen?
  • anbieten, jederzeit wieder zu reden, auch wenn etwas schon passiert ist

Bitte verstehen Sie diesen Brief nicht als Verdacht gegen Ihr eigenes Kind. Wenn Ihr Kind konkret aufgefallen ist, habe ich Sie bereits informiert. Gleichzeitig weiß ich, dass viele Fälle lange unbemerkt bleiben. Genau deshalb ist Ihr frühes Gespräch so wichtig.

Wenn Sie eine gute Grundlage für Ihr Gespräch suchen, empfehle ich folgende Informationen:

 

Ich ermutige außerdem alle Schülerinnen und Schüler, nicht wegzuschauen, wenn sie Regelverstöße beobachten. Bitte bestärken Sie Ihr Kind darin, sich Hilfe zu holen, statt mitzumachen oder zu schweigen. Die Lehrkräfte greifen das Thema in den Klassen auf  und ich danke Ihnen sehr, wenn Sie das zu Hause unterstützen.

 

Mit besten Wünschen und herzlichen Grüßen

Jan Stark
Realschulrektor

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